Von Nordafrika bis zur Ostfront war dieses robuste und einsatzbereite Motorrad ein zuverlässiger Krieger fur die Deutschen

Während ihres Vormarsches durch Europa erkannte die Wehrmacht den Bedarf an einem kleinen und schnellen Fahrzeug, das fur unterschiedliches Gelände geeignet war. Als Reaktion darauf fuhrten die Bayerischen Motoren Werke (BMW) die R75 ein, ein dreirädriges Motorrad mit Beiwagen, das schnell, wendig und fur raue Bedingungen geeignet war. Die Deutschen setzten die R75 in zahlreichen Kriegsschauplätzen ein, von der
nordafrikanischen Wuste bis zur riesigen Ostfront. Obwohl die R75 ein stolzes Ausgangsgewicht von uber 900 Pfund hatte, trieb ihr 750-cm³-Motor ihr Hinter- und Beiwagenrad auf eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde. Um sicherzustellen, dass das Fahrzeug ausreichend Bremskraft hatte, stattete BMW alle drei Räder mit Bremsen aus – hydraulische Bremsen an den Hinterrädern und mechanische Bremsen an den Vorderrädern. Das Zweistufengetriebe bot eine Übersetzung fur unwegsames Gelände und eine andere fur befestigte Straßen. Ab August 1942 versuchten die Deutschen, ihren Herstellungsprozess zu vereinfachen, und drängten BMW und seinen Rivalen Zundapp, ihre Teile zu standardisieren und eine Hybridmaschine zu entwickeln. Sie stimmten dem zu, sobald die BMW-Produktion 20.200 R75 erreicht hatte. Doch das Eisenacher Werk wurde durch alliierte Bombenangriffe zerstört, nachdem bereits 16.510 R75 gebaut worden waren.