Eindringliche Fotografien aus Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs
Alte Erinnerungen

Eindringliche Fotografien aus Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs

Nach dem Krieg war Berlin eine postapokalyptische Welt. Eine der größten und modernsten Städte Europas lag in einer Wustenlandschaft.

Überall lagen riesige Trummerhaufen. An anderen Stellen sah man Reihen von Hauswänden, deren Innenwände eingesturzt waren – die Skelette einer zerstörten Stadt.

Die unersetzlichen Baujuwelen von Schluter, Knobelsdorf, Schadow und Schinkel wurden vernichtet. Schlösser, Museen, Kirchen, Denkmäler und Kulturstätten fielen den Bomben zum Opfer.

Die Stadt wurde zwischen 1940 und 1945 vom Bomber Command der RAF, zwischen 1943 und 1945 von der 8. Luftflotte der USAAF und zwischen 1944 und 1945 von der französischen Armee de l’Air als Teil der strategischen Bombardierungskampagne der Alliierten auf Deutschland bombardiert.

Sie wurde auch von Flugzeugen der Roten Luftwaffe angegriffen, insbeson dere im Jahr 1945, als sowjetische Streitkräfte sich der Stadt näherten.

Hervorragende Luftaufnahme, die die Zerstörung und die zerbombten Gebäude uber ein weites Gebiet zeigt.

Britische Bomber warfen 45.517 Tonnen Bomben ab, die Amerikaner 23.000 Tonnen. Etwa ein Drittel der Stadt, vor allem die Innenstadt, lag in Trummern: 600.000 Wohnungen waren zerstört, von den ursprunglich 4,5 Millionen Einwohnern lebten nur noch 2,8 Millionen in der Stadt.

Die Gesamtzahl der durch Luftangriffe in Berlin getöteten Menschen wird auf 20.000 bis 50.000 geschätzt.

Der Schaden war größtenteils auf Brandsätze und nicht auf Sprengstoffe zuruckzufuhren, so dass es nicht viel gab, was Krater verursachen konnte.

Als die Sowjets (die erste Besatzungsmacht) in Berlin ankamen, fanden sie eine durch Luftangriffe und Straßenkämpfe verwustete Stadt vor. Sie wurde als „Geisterstadt“ bezeichnet.

Nach sowjetischen Schätzungen dauerten die Aufräumarbeiten zwölf Jahre. Am 29. Mai wurden alle Frauen zwischen 15 und 65 Jahren als Trummerfrauen eingezogen. Insgesamt arbeiteten 60.000 Frauen am Wiederaufbau Berlins.

Das größte Problem fur die Berliner war die Gefahr des Hungertodes. Die deutschen Lebensmittelkarten aus Kriegszeiten waren nicht mehr gultig. Die ubrig gebliebenen Rationen wurden entweder zur Ernährung russischer Truppen verwendet oder von hungrigen Deutschen gestohlen.

Insgesamt wurde Berlin 363 Mal von britischen, amerikanischen und russischen Flugzeugen bombardiert.

Am 15. Mai fuhrten die Russen ein neues funfstufiges Lebensmittelkartensystem ein: Die höchste Stufe war Intellektuellen und Kunstlern vorbehalten; Trummerfrauen und Schwerarbeiter bekamen die Karte der zweiten Stufe, die fur sie mehr wert war als die 12 Reichsmark, die sie fur das Aufräumen von tausend Ziegelsteinen bekamen.

Die niedrigste Karte, die sogenannte Friedhofskarte, wurde an Hausfrauen und ältere Menschen ausgegeben. Zu dieser Zeit war der durchschnittliche Berliner etwa 6 bis 9 kg untergewichtig.

Ein deutscher Zivilist betrachtet am 3. Juni 1945 im Zentrum Berlins ein großes Plakatporträt Stalins.

Panzer in den Straßen Berlins.

Der Wiederaufbauprozess in Deutschland begann im Jahr 1948, der eigentliche Wiederaufbau der Stadt erfolgte jedoch erst in den 1980er Jahren.

Statistiker errechneten, dass auf jeden Berliner Einwohner knapp 30 Kubikmeter Schutt kamen.

Der Reichstag.

Ruinen des Reichstags in Berlin, 3. Juni 1945.

In den letzten Tagen kam es von Straße zu Straße zu Kämpfen.

Der Reichstag liegt in Trummern.

Deutsche Zivilisten fliehen vor den Sowjets, Berlin 1945.

Auf Bildern der Nachwirkungen sind normalerweise keine Aufnahmen der Verwundeten zu sehen, doch dieses Bild vermittelt ein gutes Bild davon, was der Krieg mit den Überlebenden gemacht hat.

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